MIR FEHLT DER SCHLAF VON TAUSEND NÄCHTEN

by Start A Fire

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released August 24, 2012

Aufnahme, Mix, Mastering:
Steffen Kieser im SAF Proberaum / April bis August 2012
Musikkomposition: Start A Fire
Textarrangement: Jan S.
Layout und Design: Jan S.

Die Zitate in „Auch Hamburg kann nicht helfen“ stammen aus E. Mühsams „Dies ist der Erde Nacht“ und J. W. Goethes „Faust“.

Der Titel „Die Revolution entlässt ihre Kinder“ ist dem gleichnamigen Werk von W. Leonhard entliehen.

Danke, dass ihr diese Aufnahmen ermöglicht habt:
King Chrome, Zaru, Parliament Of Whores,
Steffen, Tim, Andi, Tina, Andre und Tommy

Start A Fire sind:
Jan - Stimme
Alex - Schlagzeug
Pana - Bass / Stimme
Daniel - Gitarre / Stimme
Sebastian - Gitarre / Stimme

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Start A Fire Stuttgart, Germany

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Track Name: Die Geister, die ich rief
DIE GEISTER, DIE ICH RIEF

Und wieder warten wir auf Tage voller Klang,
der Rhythmus unserer Sprache ist uns viel zu lang bekannt.
Vielleicht schon morgen rauben Worte, flimmernd, uns die Luft
und wir ertrinken im Vergessen, im Gold, im letzten Kuss.

Dieses Warten macht einsam, das Fieber lähmt die Sinne
und du vergisst, wer du einst warst.
Im Dank kniest du vor deinem Ich und betest zu dir selbst,
dass auch die nächste Morgenröte dein stolzes Herz erhellt.

Wir schreiben unsere Sätze in Windungen des Paradoxen,
ohne Unterlass, hinaus in die Schönheit dieser Welt.
Dabei ist es nur der Auftakt, der Einmaligkeit besitzt,
die Farbe der Gedanken, ein schlechter Witz.

Ich liege im Fieber, ich liege im Traum,
im schlummernden Wunsche, ich liege im Wein.
Der Wahn ist gewichen, die Blützezeit ist dein.
Nun halte dein Glück, memento mori, good bye.
Nun halte die Hand, atme aus, atme ein,
im Abglanz vom Licht bist du nicht allein.

Ich liege im Fieber, ich liege im Traum,
in ehrlicher Nacktheit, ich liege im Glauben.
Track Name: Die Revolution entlässt ihre Kinder
DIE REVOLUTION ENTLÄSST IHRE KINDER

Wir sind der Abschaum unserer Zeit, versifft, verlogen, falsch und frei.
Im Morgengrauen dieser Stadt, der Kotzreiz nach dem Einheitsbrei.
Wir sind die Geißel eures Entscheidungswahns,
zwischen Selbstverwirklichung und Prokrastination.

Wir sind eure Kinder, wir sind euer schlimmster Albtraum,
wir kommen wieder, Nacht für Nacht.
Kein Bruchteil eures Zeitgeists verdient den Hauch von Akzeptanz.
Wir sind die zehn Gebote 2002.

Die Nacht ist hell, der Tod kann uns nichts tun.
Auf den Gleisen vor der S-Bahn - scheißegal, wir sind noch wach.
Vor den Toren unserer Schulen schon so manchen Brand entfacht.
Doch nichts wird ewig halten, auch dieses Feuer ist zu schwach.

Ich singe ein Lied über das Leben, sonst werden alle sterben.
Ich bin zu alt für diesen Scheiß. Ich bin zu alt für diese Lügen.
Zu viel gesehen, zu viel geschluckt.
Nur die Jugend hat die Wut.

Wir sind eure Kinder, wir sind euer schlimmster Albtraum,
wir kommen wieder, Nacht für Nacht.
Kein Bruchteil eures Zeitgeists verdient den Hauch von Akzeptanz.
Wir sind die zehn Gebote 2002.
Wir sind eure Kinder.
Wir sind die neue Freiheit.
Wir sind das was übrig bleibt.
Wir sind bei Verstand.
Track Name: Auch Hamburg kann nicht helfen
AUCH HAMBURG KANN NICHT HELFEN

An diesen Wänden kleben Worte, die schon längst unzählbar sind.
Doch ich kann nicht hören, ich kann nicht lesen,
ich bekomme nichts von ihnen mit.
Die Zeit hat sie verändert und es ist ruhig geworden, so ruhig.

„Dies ist der Erde Nacht, und Regen fällt hernieder.
Ich habe meine Lieder und Taten nicht vollbracht.
Die Welt ist voll Verdruss, kein Stern scheint meinem Wege.
Wenn ich mich niederlege, erwartet mich kein Kuss.“

Mir fehlt der Schlaf von tausend Nächten,
die Augen kann ich doch nicht öffnen.
Nur der Atem an der Scheibe erzählt Geschichten aus meinem Kopf.
Ein Lachen zerreißt die Stille.

Das süße Gefühl der Übelkeit krepiert am Fünkchen Hoffnung.
Oh, welch schaurig schöne Sinfonie.

Zuhause ist‘s auch nur am schönsten, wenn man ein Zuhause hat,
doch Stuttgart brennt, Berlin ist tot und Straßburg sowieso.
Verona ist Vergangenheit, genauso wie Bordeaux.

Und welche Worte hast du gewählt in deinem schmerzverzerrten Spiel?
„Du bebst vor allem, was nicht trifft,
und was du nie verlierst,
das musst du stets beweinen.“

Wie kannst du nachts bloß schlafen,
mit meinem Herzen in deiner Hand?
Ich schreie, weil es um alles geht.
Nur der Lärm übertönt die Angst.