Euphemismen für Trümmer und Tod

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lyrics

Glaubst du ernsthaft, dass das Licht noch leuchtet
in einer Welt, die du erfunden hast?
Eine Ewigkeit ist’s her, oder sieben Flaschen Wein,
seit deine Worte Leben fraßen,
doch der Krieg ist jetzt vorbei.
»Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war.
Ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar.«*
Ich bin des Teufels bester Freund,
sein Liebhaber, die rechte Hand.
Aus einem Tabernakel plumper Angst
hast du das Brot geraubt,
den Menschen in den Hals gestopft
und selbst an nichts geglaubt.
Versteckt unter Gewändern alter Zeit,
hinter Gemälden voller Leid,
liegt still verborgen der letzte Rest von Einigkeit.
Komm, wir spielen russisches Roulette,
nur du und ich. Nichts zu verlieren.
In 130 Wochen ist vielleicht alles wieder gut,
doch heute nicht. Kotzt aus, das blaue Blut.
Und nun erwartet ihr, dass hier noch was passiert.
Seid geil vor Gier und starr fixiert.
Ein Altar aus Purpur-Gold ertrinkt in blinder Wut.
Das Blendwerk deines Opferkults versinkt im Abendrot.
Ein Schatten im Schein des Opferlichts.
Sprich die Gebete - nur für mich!
Die Messer sind gewetzt,
der Totengräber lacht entzückt:
»Heut gibt’s ein Schlachtfest«
Und niemand da, den das entsetzt.
Bei Null geht’s los, die Lüge aus.
Die Monstranz entleert. Die Jagd hört auf.

*J. W. Goethe – Faust

credits

from SCHATTENJAGD, released February 10, 2017
Gaststimme: Mathias Bloech

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